Grundsätzliches zur Notfallseelsorge
Die Begleitung Trauernder gehört zu den wesentlichen Aufgaben der Seelsorge. Besonders, wenn der Tod plötzlich und unerwartet in das Leben eines Menschen eintritt, wenn ein Kind stirbt oder ein Mensch sich selbst das Leben nimmt, ist eine intensive, einfühlsame und unmittelbare Begleitung und Unterstützung notwendig. Dabei geht es sowohl um eine personale als auch um eine spirituelle Begleitung, da der Tod den oder die Hinterbliebenen oft auch vor religiöse Fragen stellt und religiöse Handlungen einen hohen Wert zur Verarbeitung des Erlebten haben.
In München hat der Rettungsdienst einen eigenen Dienst zur unmittelbaren Begleitung Hinterbliebener nach plötzlichen und traumatischen Todesfällen eingerichtet. Die "Krisenintervention" (KIT) des Arbeiter-Samariter-Bundes betreut die Betroffenen durch eigens geschultes Rettungsdienstpersonal ein bis drei Stunden nach dem Ereignis. Die Erfahrungen des KIT, welches zur Zeit ca. 700mal pro Jahr gerufen wird, zeigen, dass Seelsorge in solchen Situationen oft gewünscht und hilfreich wäre.
