Neben der zu erwartenden allgemeinen seelsorglichen Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Notfallseelsorge bedarf die Begleitung von Menschen nach traumatischen Ereignissen und die Zusammenarbeit mit dem qualifizierten Personal des KIT sowie der Polizei zusätzlicher Aus- und Fortbildung. Dazu gehören
Grundkenntnisse der Psychotraumatologie, um die Reaktionen der Betroffenen richtig verstehen sowie adäquate Hilfe leisten zu können.
- Kenntnisse über die Aufgaben der jeweiligen Dienste, vor allem der Polizei und des Rettungsdienstes, um die Abläufe vor Ort nachvollziehen zu können und die für die Betroffenen hilfreiche Zusammenarbeit zu ermöglichen.
- Kenntnis psychosozialer Einrichtungen und Dienste im Umkreis, die eine weitere Begleitung der Betroffenen ermöglichen.
- pastoraltheologische Reflexion dieses kirchlichen Angebots, um den Betroffenen hilfreiche und heilende religiöse Ausdrucksformen anbieten zu können.
Die Grundausbildung umfasst Kurse der Evangelsichen Notfallseelsorge München oder einen 3tägigen Kurs in Trägerschaft der KIT-Akademie München. Der weitere Ausbildungsbedarf wird individuell besprochen und geregelt.
Außerdem gibt es eine kontinuierliche Begleitung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, um die Erfahrungen zu reflektieren, die persönlichen Belastungen zu verarbeiten und die Qualität der Arbeit weiterzuentwickeln.
Die MitarbeiterInnen sind SeelsorgerInnen in Pfarreien und kategorialen Bereichen der Pastoral
Die Notfallseelsorge München versteht sich als ergänzender Dienst zur Pfarrseelsorge. Sie soll möglichst wohnortsnah angesiedelt werden. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tun diesen Dienst im Rahmen ihrer Tätigkeit in der alltäglichen Seelsorge. Ziel ist, in jedem Dekanat einige Seelsorger und Seelsorgerinnen für den Dienst in der Notfallseelsorge München zu beauftragen, die dann niederschwellig zur Verfügung stehen. Jeder Mitarbeiter übernimmt je nach den persönlichen Möglichkeiten für einige Zeit auch die Aufgabe der / des Diensthabenden der Notfallseelsorge (siehe unten). Je mehr Seelsorgerinnen und Seelsorger gewonnen werden können, desto geringer ist natürlich der zeitliche Aufwand für den oder die Einzelne.
